Auszeichnung für Deutschlandfunk-Koproduktion:

Das dreiteilige Stück wurde unter der Regie von Leonhard Koppelmann von Deutschlandfunk und dem Südwestrundfunk produziert. Die Komposition des preisgekrönten Hörspiels lag bei Hermann Kretzschmar, die Dramaturgie bei Manfred Hess. Im Deutschlandfunk ist die Ursendung von „Manhattan Transfer“ in vier Teilen am 7., 14., 21. und am 28. Juni um 20.10 Uhr zu hören.

Die Produktion setzt sich mit der Wandlung New Yorks von der Einwandererstadt zur Weltmetropole in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts auseinander. Es war die Zeit, in der sich die Menschen im Großstadtdschungel neu orientieren mussten und die durch elektrisches Licht, Autos, U-Bahnen, Hochhäuser und die aufkommende Broadway-Unterhaltungsindustrie geprägt war. Das Hörspiel entstand auf Grundlage des gleichnamigen Romans von John Dos Passos von 1925 und wurde von Dirk van Gunsteren neu aus dem Englischen übersetzt. Parallel zur Ursendung erschien die Hörspielfassung des Romans auch als Hörbuch.

In der Begründung der Jury heißt es: „Ein großartiges Ensemble von Sprechern – die Crème de la Crème deutscher Schauspieler(innen) – macht „Manhattan Transfer“ zum Ereignis. Auch bei der musikalischen Gestaltung wurde nicht gespart. Hermann Kretzschmars atmosphärisch dichte Komposition wirft den vom Jazz geprägten Sound der Neuen Welt in der Interpretation des Ensemble Modern und der HR-Bigband mit 100 kurzen Stücken als starke weitere Stimme hinein in diesen vibrierenden, zum Ende hin immer stärker von Desillusionen durchzogenen Melting Pot New York. Als syntaktisch-rhythmische Interpunktion webt sich die Musik wie ein Teil des Textes in das verbale Geschehen hinein und fügt ihm vor allem durch kleine Varianten einen spielerischen Fluss hinzu.“

Quelle: Deutschlandfunk

 

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